Gesundheitswesen · Krankenhäuser & Notaufnahmen

01 Krankenhäuser

Sicherheit für Krankenhäuser und Notaufnahmen

Ein Krankenhaus ist kein einheitliches Risiko, sondern ein Flickenteppich aus Zonen mit sehr unterschiedlichen Schutzbedarfen. Wir planen je Zone die passende Kombination aus Personal, Technik und Organisation – dokumentiert, einweisbar, auditfähig.

Sicherheitsmitarbeiter an einer Notaufnahme-Aufnahme an einem beleuchteten Eingangsbereich
Notaufnahme: Brennpunkt der Gewaltbelastung – und zugleich der wichtigste Ort für wirksame Präsenz.
Hochrisiko

Notaufnahme & Triage

94–98 % des Notaufnahme-Personals erleben regelmäßig verbale Gewalt, über 70 % körperliche Angriffe (DGINA/DIVI). Maßnahmen: geschulte Sicherheitspräsenz mit Deeskalationsfokus, Panik-/Überfalltechnik nach DIN EN 50131, Video im Eingangs- und Wartebereich, klare Alarmketten, geführte Warteräume.

Hochrisiko

Psychiatrie & Suchtmedizin

Spezielle Verhältnisse verlangen spezielle Qualifikationen: Personal mit erweiterter Deeskalations- und Konfliktmanagement-Schulung, klare Verfahren zum Auffinden und sicheren Zurückführen weglaufender Patientinnen und Patienten, jederzeit erreichbare Ansprechpartner und nachvollziehbare Dokumentation.

Zutritt

OP, Sterilisation & Zentral-OP

Hygiene und Sicherheit greifen hier ineinander: Zonen-Zutrittskontrolle mit Protokollierung, Rollenkonzepte für Berechtigte, Verlustdokumentation von Schlüsseln und Transpondern, Vereinbarkeit mit OP-Abläufen und Brandschutz.

Wertschutz

Apotheke & BTM-Lager

Betäubungsmittel sind kriminalitätsmagnetisch und regulatorisch scharf überwacht. Zonenbildung, Tresor-/Käfiglösungen, Zwei-Personen-Regeln, lückenlose Abgabe- und Alarmpfade – abgestimmt mit Apothekenleitung und BTM-Verantwortlichem.

Verfügbarkeit

Technik- und Serverräume

Zutritt nur für Berechtigte, Überwachung von Klima und Zustand, Alarmierung bei Manipulation – die physische Schale um die IT. Der Fall Universitätsklinikum Düsseldorf zeigt, was passiert, wenn diese Zone fällt.

Umfeld

Parkflächen & Außenanlagen

Wegbeleuchtung und Sichtbezüge nach CPTED, Beaufsichtigung durch Revierdienste, Video an Zufahrten, Schlüsselregelungen für Mitarbeitendenparken – der am meisten vernachlässigte, aber ganztägig frequentierte Bereich.

Alarmreaktion: Wenn es doch passiert

Sicherheitskonzepte wirken im Ereignisfall nur, wenn die Reaktion organisiert ist. SecuConCept plant den gesamten Pfad: Alarmaufschaltung auf geprüfte Leitstellen, Maßnahmenplan vor der Beauftragung (nicht erst danach), Alarmverfolgung durch qualifizierte Interventionsdienste aus dem SecuNET-Netzwerk, dokumentierte Übergabe an Hausleitung oder Polizei. Für KRITIS-Anlagen berücksichtigen die Abläufe Redundanz und Ausfallszenarien, einschließlich papiergestützter Prozesse bei IT-Ausfall.

Kurzantwort: Was bringt Security an der Notaufnahme?

Eine sichtbare, in Deeskalation geschulte Präsenz reduziert Eskalationen, bevor sie körperlich werden, entlastet Triage- und Pflegepersonal und verkürzt die Reaktionszeit im Ernstfall deutlich. Zentral ist die Qualifikation: § 34a-GewO-Erlaubnis, Kommunikation auf Augenhöhe, klinische Abläufe verstehen. Präsenz ohne Konzept wirkt umgekehrt sogar eskalierend.

Zonenanalyse für Ihr Haus

Wir gehen die Risikozonen Ihres Klinikums durch – vom Haupteingang bis zum BTM-Lager – und schlagen vor, wo welche Maßnahme den größten Effekt hat.