Gesundheitswesen · Krankenhäuser & Notaufnahmen

01 Krankenhäuser

Sicherheit für Krankenhäuser und Notaufnahmen

Ein Krankenhaus ist kein einheitliches Risiko, sondern ein Flickenteppich aus Zonen mit sehr unterschiedlichen Schutzbedarfen. Wir planen je Zone die passende Kombination aus Personal, Technik und Organisation – dokumentiert, einweisbar, auditfähig.

Sicherheitsmitarbeiter an einer Notaufnahme-Aufnahme an einem beleuchteten Eingangsbereich
Notaufnahme: Brennpunkt der Gewaltbelastung – und zugleich der wichtigste Ort für wirksame Präsenz.
Hochrisiko

Notaufnahme & Triage

Die DGINA AG Gewaltfrei nennt unter Bezug auf Christiansen und Güzel-Freudenstein (2019) Anteile von 97 % für verbale und 76 % für körperliche Gewalt innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten. Die Angaben beziehen sich auf die zugrunde liegende Befragung; sie sind keine Risikoprognose für Ihre Notaufnahme. Quelle: DGINA AG Gewaltfrei. Für die Planung werden dokumentierte Vorfälle, Zugänge, Alarmwege und erforderliche Deeskalationskompetenzen Ihrer Einrichtung betrachtet.

Hochrisiko

Psychiatrie & Suchtmedizin

Spezielle Verhältnisse verlangen spezielle Qualifikationen: Personal mit erweiterter Deeskalations- und Konfliktmanagement-Schulung, klare Verfahren zum Auffinden und sicheren Zurückführen weglaufender Patientinnen und Patienten, jederzeit erreichbare Ansprechpartner und nachvollziehbare Dokumentation.

Zutritt

OP, Sterilisation & Zentral-OP

Hygiene und Sicherheit greifen hier ineinander: Zonen-Zutrittskontrolle mit Protokollierung, Rollenkonzepte für Berechtigte, Verlustdokumentation von Schlüsseln und Transpondern, Vereinbarkeit mit OP-Abläufen und Brandschutz.

Wertschutz

Apotheke & BTM-Lager

Betäubungsmittel sind kriminalitätsmagnetisch und regulatorisch scharf überwacht. Zonenbildung, Tresor-/Käfiglösungen, Zwei-Personen-Regeln, lückenlose Abgabe- und Alarmpfade – abgestimmt mit Apothekenleitung und BTM-Verantwortlichem.

Verfügbarkeit

Technik- und Serverräume

Für Technikräume werden Zutrittsberechtigungen, Zustandsüberwachung und Meldewege bei Störungen oder Manipulation abgestimmt. Physische Schutzmaßnahmen und IT-Sicherheit erfüllen unterschiedliche Aufgaben und müssen organisatorisch zusammenpassen.

Umfeld

Parkflächen & Außenanlagen

Wegbeleuchtung und Sichtbezüge nach CPTED, Beaufsichtigung durch Revierdienste, Video an Zufahrten, Schlüsselregelungen für Mitarbeitendenparken – der am meisten vernachlässigte, aber ganztägig frequentierte Bereich.

Alarmreaktion: Wenn es doch passiert

Sicherheitskonzepte wirken im Ereignisfall nur, wenn die Reaktion organisiert ist. SecuConCept plant den gesamten Pfad: Alarmaufschaltung auf geprüfte Leitstellen, Maßnahmenplan vor der Beauftragung (nicht erst danach), Alarmverfolgung durch qualifizierte Interventionsdienste aus dem SecuNET-Netzwerk, dokumentierte Übergabe an Hausleitung oder Polizei. Für KRITIS-Anlagen berücksichtigen die Abläufe Redundanz und Ausfallszenarien, einschließlich papiergestützter Prozesse bei IT-Ausfall.

Kurzantwort: Was bringt Security an der Notaufnahme?

Eine geeignete, in Deeskalation geschulte Präsenz kann Konflikte früh erkennen und Mitarbeitende bei der vereinbarten Alarm- und Reaktionskette unterstützen. Wirksamkeit und Umfang hängen vom Objekt, den Abläufen und der Einarbeitung ab. Zentral ist die Qualifikation: Unternehmens-Erlaubnis für Bewachungsleistungen, tätigkeitsbezogene Personalqualifikation, Deeskalationskompetenz und Kenntnis klinischer Abläufe. Aufgaben, Kommunikation und Eskalationsgrenzen werden vor dem Einsatz abgestimmt.

Im Video erklärt · 61 Sekunden

Krankenhaussicherheit bundesweit

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Wie unterstützt Security den Klinikbetrieb?

Krankenhaussicherheit muss Schutz, Zugänglichkeit und klinische Abläufe zusammenbringen. Zutritt, Deeskalation, Besuchersteuerung und Meldewege werden mit der Einrichtung abgestimmt.

So wird der Auftrag aufgebaut

Im Auftrag werden die einzelnen Aufgaben festgelegt. Dazu gehören: Zutritt und Besucherorganisation. Deeskalation und interne Meldewege. Schnittstellen zu Pflege, Technik und Klinikleitung.

Damit die Planung konkret wird

Für die erste Einordnung benötigen wir: Standort, Betriebsbereiche, Besucherströme, besondere Konfliktlagen und vorhandene Hausregeln.

Leistungsgrenzen kennen

Sicherheitskräfte übernehmen keine medizinischen Entscheidungen oder pflegerischen Fachaufgaben. Sitzwachen werden nach konkretem Aufgabenprofil abgegrenzt.

Ihr nächster Schritt

Beschreiben Sie Objekt, Standort und Schutzziel. SecuConCept prüft den passenden Leistungsumfang und die regionale Umsetzung.

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Leistungsumfang für Ihr Objekt klären

Zonenanalyse für Ihr Haus

Wir gehen die Risikozonen Ihres Klinikums durch – vom Haupteingang bis zum BTM-Lager – und schlagen vor, wo welche Maßnahme den größten Effekt hat.

Verantwortlich: Torsten Bentlage, SecuConCept · Redaktioneller Stand: 14.10.2026. Rechts- und Statistikangaben sind allgemeine Einordnungen; die konkrete Betroffenheit und Eignung werden projektbezogen geprüft.

Sicherheit für Krankenhäuser und Notaufnahmen

Kurze Antworten zu Planung, Leistungsumfang und Umsetzung. Die verlinkten Seiten erläutern die passenden Leistungen.

Was macht Security in einer Notaufnahme?

Sie unterstützt vereinbarte Zutritts-, Präsenz- und Deeskalationsaufgaben. Medizinische Priorisierung und Behandlung bleiben bei den klinisch Verantwortlichen. Aufgaben im Schutzkonzept.

Was kostet Sicherheitspräsenz in der Notaufnahme?

Besetzungszeiten, Kräftezahl, Aufgaben und Qualifikation bestimmen den Aufwand. Einweisung, Ablösung und zusätzliche Maßnahmen werden im Angebot beschrieben. Besetzungsbedarf anfragen.

Wie wird auf Gewalt gegen Klinikpersonal reagiert?

Ein abgestimmter Ablauf verbindet Deeskalation, Unterstützung und lagegerechte Alarmierung. Rückzug, Ansprechpartner und zulässige Eingriffsgrenzen werden vorher geklärt. Gewaltbelastung und Schutzbedarf.

Welche Qualifikation braucht Klinik-Security?

Tätigkeitsbezogene Bewachungsnachweise sowie passende Deeskalationskompetenz und Einweisung. Hygiene, Datenschutz und klinische Zuständigkeiten müssen berücksichtigt werden. Geeignete Umsetzung prüfen.

Darf Security Patienten festhalten oder fixieren?

Ein Sicherheitsauftrag verleiht keine allgemeine Befugnis zur Freiheitsentziehung. Jede Maßnahme braucht eigene rechtliche Voraussetzungen; klinische und rechtliche Verantwortung bleiben gesondert zu klären. Befugnisse abgrenzen.

Kann die Notaufnahme nachts und am Wochenende abgesichert werden?

Ja, nach Prüfung von Umfang, Besetzung und Verfügbarkeit. Schichtwechsel, Vertretung und erreichbare klinische Ansprechpartner gehören in die Planung. Einsatzzeiten abstimmen.

Wie werden Besucher und Angehörige gesteuert?

Besuchs- und Zutrittsregeln werden mit dem Krankenhaus festgelegt. Orientierung und Kommunikation müssen mit Notfallversorgung und zulässigen Zugangsschritten zusammenpassen. Besucherprozesse.

Welche Klinikbereiche benötigen besonderen Schutz?

Das hängt von Nutzung und Risiken ab, etwa bei Notaufnahme, Apotheke oder Technikräumen. Für jeden Bereich werden passende Berechtigungen und Maßnahmen geprüft. Schutzbereiche prüfen.

Sind Kameras in der Notaufnahme zulässig?

Eine pauschale Antwort ist nicht möglich. Zweck, Rechtsgrundlage, Bildbereich und besondere Sensibilität der Patientensituation müssen vor dem Einsatz bewertet werden. Videoüberwachung einordnen.

Welche Angaben braucht eine Anfrage für Klinik-Security?

Standort, Einsatzbereiche, gewünschte Aufgaben und Zeiten genügen zur ersten Einordnung. Patientendaten und vertrauliche Vorfalldetails werden nicht über offene Formulare übermittelt. Klinik-Anfrage.